Mehr Besucher als im Vorjahr
Mehr Besucher als im Vorjahr
254.000 kamen zur Spielemesse Gamescom
Köln (RPO).
Die Computer- und Konsolenspielemesse Gamescom in Köln hat mehr Besucher angelockt als bei ihrer Premiere im Vorjahr. Wie die Organisatoren am Sonntag mitteilten, kamen rund 254.000 Menschen zu der fünftägigen Messe.
Mehr als 200 Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren waren auf der Veranstaltung präsentiert worden. Über 500 Unternehmen aus 33 Ländern zeigten ihre Neuheiten im Bereich interaktive Spiele und Unterhaltung - 46 Prozent der Aussteller kamen aus dem Ausland.
Auf rund 120.000 Quadratmetern wurde nahezu die gesamte Palette der Spieleindustrie von PC- oder Videospielen bis hin zu Online- und Offlinespielen gezeigt. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr bei Neuheiten im Bereich Bewegungssteuerung und dreidimensionale Spielerlebnisse. Erstmals hatte die Messe zudem mit Kanada ein offizielles Partnerland.
"Die Gamescom 2010 hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt und neue Wachstumsimpulse gesetzt. Besonders erfreulich ist der Ausbau der Internationalität", sagte der Geschäftsführer der Koelnmesse, Oliver Kuhrt. Die Position als internationale Branchenmesse sei gefestigt worden.
Zur Kölner Premiere der Gamescom waren im vergangenen Jahr rund 245 000 Besucher gekommen. Zwischen 2002 und 2008 hatte Leipzig die Messe unter dem Titel "Games Convention" ausgerichtet.
eSport trauert um weltweit bekannte
eSport trauert um weltweit bekannten Profispieler
Der elektronische Sport trauert um einen der weltweit bekanntesten Counter-Strike-Spieler. Der 20-jährige Antonio D. verunglückte am Mittwochabend auf dem Rückweg vom Flughafen Frankfurt. Mitspieler und Liga reagierten geschockt.
Die traurige Nachricht erreichte die Szene des elektronischen Sports am Mittwochmorgen. Einer der bekanntesten Counter-Strike-Profi der Welt verunglückte bei der Rückfahrt vom Flughafen Frankfurt. Dies teilte sein Team „mousesports“ auf seiner Internetseite mit. Der Unfall des gebürtigen Frankfurters ereignete sich laut Polizei auf der Sauerlandlinie A 45 in Höhe der Ausfahrt Lüdenscheid-Süd. Eigentlich sollte Antonio D., der in den weltweiten Ligen des eSports mit dem Spielernamen „cyx“ bekannt wurde, mit seinem Team an den Intel Extreme Masters Global Challenge in Shanghai teilnehmen. Doch der 20-Jährige verpasste den Flug zum weltweit renommierten Turnier für professionelle Computerspieler. Auf der Rückfahrt kam es im Pkw nach einem Reifenschaden zum Unglück.
Team mousesports reist von Turnier ab
Das Team „mousesports“ sagte die Teilnahme am Turnier ab und kehrt umgehend nach Deutschland zurück. Auch beim Turnier selbst reagierten die Spieler und Macher mit Entsetzen auf die Nachricht. „Wir sind alle geschockt“, sagt der Sprecher der Electronic Sports League, Ibrahim Mazari, gegenüber DerWesten. „Bei der Veranstaltung in China wurde sofort eine Schweigeminute eingelegt. Alle Showelemente sind aus dem Programm gestrichen worden.“ Die Electronic Sports League ist Veranstalter der Intel Extreme Masters Global Challenge.
Schweigeminuten in Shanghai
Auf der offiziellen Seite des Ligabetreibers äußerten bis zum Donnerstagabend bereits rund 1000 Fans und Weggefährte ihre Anteilnahme. Mazari: „Er war trotz des jungen Alters einer der dienstältesten Spieler der Liga. Es wird dauern bis dies verarbeitet ist.“
„cyx“ gewann mit mousesports fünf Mal in Folge die Bundesliga für Computerspiele, die ESL Pro Series in der Disziplin Counter-Strike. Auch auf dem internationalen Parkett machte sich Antonio D. einen Namen. In der deutschen Nationalmannschaft kam er zu regelmäßigen Einsätzen.